Wir können nur als Team bestehen. Darum ist mir ein fairer und gesund erhaltender Umgang mit meinen Tieren sehr wichtig. Dies fliesst auch in die Arbeit mit den Kindern mit ein. Sie sollen das Pony als Partner erleben, zu dem man einen fairen und vertrauensvollen Umgang pflegt.
Zweibeiner
Patricia Renggli
Ich bin Mutter von zwei Kindern (2009, 2012) und arbeite als Sonderschullehrerin an einem Schulheim im Kanton Aargau. Mehrheitlich habe ich mit Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten, ADHS, Autismus und Entwicklungsverzögerungen zu tun. In verschiedenen Beruflichen Settings (Regelschule, Kleinklasse, Tagessonderschule und Schulheim) konnte ich während über 20 Jahren Erfahrungen mit Kindern und Jugendlich mit und ohne einer Beeinträchtigung sammeln.
Im Jahre 2022 habe ich die Ausbildung zur Reitpädagogin SG TR abgeschlossen. Mit meinen Isländern Fáfnir, Stjörnusveinn und Ari habe ich mir einen Lebenstraum erfüllt und lerne mit ihnen immer wieder Neues.
Ich freue mich, Ihrem Kind alles rund ums Pony erfahrbar zu machen und es in seiner Entwicklung zu begleiten.
Beruflicher Werdegang
Reiterlicher Werdegang
Wie es dazu kam
Bereits vor über 25 Jahren, als ich mich mit der Berufsfindung auseinander gesetzt habe, war für mich klar, dass es ein Beruf mit Menschen und/oder Tieren sein muss. Wie so manche Eltern verwiesen auch die meinigen mich darauf, dass ich erst etwas «richtiges» lernen soll. So entschied ich mich für Lehrerin und machte die Tiere zum Hobby. Da ich jedoch von der Wirkung der Tiere überzeugt bin, kamen diese immer wieder auch beruflich zum Einsatz. So begleitete mich einer meiner Hunde während 9 Jahren als Schulhund.
Manchmal gibt es Momente im Leben, die einen wieder zurück zu seinen Lebensträumen führen. Als ich 2017 nach 12 Jahren Pause wieder angefangen habe zu reiten, wurde mir klar, dass ich meinen Beruf mit der Wirkung der Pferde erweitern möchte. Die Tiere grossen und kleinen Menschen erfahrbar machen und dies am besten gleich zuhause und mit eignen Pferden - dieses Vorhaben habe ich seither Schritt für Schritt umgesetzt und dabei extrem viel über und mit den Pferden gelernt.
Meine Einstellung
Sowohl Menschen als auch Tiere faszinieren mich. Ich interessiere mich bei beiden dafür, was es braucht, damit sie gedeihen und sich entfalten können und studiere, wie bestimmtes Verhalten entstehen kann. Als Grundlage des Zusammenseins erachte ich es als wichtig, einen positiven Beziehungsaufbau zu gestalten. Dieser trägt auch durch schwierige Situationen.
In der Arbeit mit Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten ist es mir wichtig zu verstehen, warum ein Kind so agiert. Dabei verurteile ich nicht, sondern beobachte, stelle Hypothesen auf und suche nach Lösungen. Das Einbinden der Kinder in der Lösungsfindung erachte ich als zentral. Nur so können sie sich als selbstwirksam erleben.
In der Arbeit mit Tieren kommt mir manchmal mein Kopf etwas in die Quere. Diesen abzuschalten und einfach nur den Moment zu geniessen, tut mir sehr gut. Vieles kommt von den Tieren zurück, gibt Kraft und Energie. Ihre Wirkung hat mich total in den Bann gezogen. Genau diese Wirkung ist es, welche ich meine Kinder erfahren lassen möchte, damit auch sie sich nähren können und Fortschritte machen.
Da ich der Meinung bin, dass es nicht nur Aktion – Reaktion gibt, sondern alles in Bewegung ist, finde ich mich in einer systemisch, lösungsorientieren Haltung wieder. Gerne ziehe ich zur Illustration ein Mobile bei: Wenn ein Element bewegt wird, erfahren dadurch auch die anderen Elemente entsprechende Impulse, was wiederum rückbezüglich wirkt. „Genau diese zirkulären Beziehungen, diese Wechselwirkungen, machen das zentrale Merkmal sozialen Zusammenlebens aus, repräsentieren die eigentliche Qualität von lebenden Systemen“.
In diesem Sinne sehe ich auch den Einsatz von Pferden in der reitpädagogischen Arbeit. Sie setzten Impulse im gesamten System und beginnen dies positiv zu verändern. Davon profitieren alle Menschen, egal ob gross oder klein, ob mit oder ohne Beeinträchtigung.